Zunehmende Krebserkrankungen bei Haustieren
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Leider werden immer mehr Tierbesitzer irgendwann mit der Schockdiagnose konfrontiert – bei ihrem Liebling wurde Krebs festgestellt. Wenn man den Statistiken der Tierärzten Glauben schenkt, erkrankt jedes vierte Haustier in seinem Leben an Krebs. Unter Hunden und Katzen ist Krebs sogar die Todesursache Nummer eins.
Die Krebstypen, die bei Hund und Katze am häufigsten vorkommen, sind Lymphome (veränderte Lymphknoten). Dahinter folgen Tumore im Maul, Mastzellengeschwüre und Knochenkrebs. Tumore der Eierstöcke und Gebärmutter sind eher selten, da heute viele Hündinnen kastriert sind. Eine Kastration liefert aber keine absolute Garantie dafür, dass Ihr Hund nicht an Krebs erkranken kann. Wenn die Veranlagung da ist, kann der Krebs nämlich in anderen Körperteilen auftauchen. Fest steht, dass Tumore sich sehr unterschiedlich und teils unberechenbar verhalten. Nicht alle Geschwüre sind bösartig und nicht alle bösartigen Tumore streuen, einige bedrohliche Erkrankungen können oftmals gut behandelt werden.
Die Behandlungsmöglichkeiten, die Tierärzten zur Verfügung stehen, sind den Methoden der Humanmedizin sehr ähnlich. Manchmal wird operiert, manchmal wird auf Chemotherapie oder Bestrahlung zurückgegriffen. Eine Therapie kann auch bei Tieren zu einer Genesung führen. Beim Tier wird aber meist nicht eine vollständige Heilung sondern nur eine Verlängerung des Lebens bei guter Lebensqualität angestrebt. Ein nicht unwesentlicher Unterschied zwischen den Methoden der Human- und Veterinärmedizin liegt zudem beim Einsatz von Prothesen. Hunde und Katzen können sich in den meisten Fällen schnell daran gewöhnen, wenn ihnen zum Beispiel ein Bein abgenommen wurde, und benötigen nicht unbedingt Ersatz.
Doch trotz Behandlungsmöglichkeiten stellen sich viele Tierbesitzer die Frage, ob sie ihrem Schützling tatsächlich eine strapaziöse Chemotherapie zumuten wollen. Unter Anderem gilt es in solchen Fällen zu berücksichtigen, ob Hund oder Katze beim Besuch der Tierarztpraxis Angst empfinden. Außerdem müssen Tierbesitzer lernen, welche Alarmsignale auf eine Krebserkrankung hindeuten und welche Möglichkeiten der Vorsorge und Früherkennung existieren.