Ratten richtig halten

Ratte, Foto von DJypsy/flickr.com
Die Ratte ist ein sehr intelligentes Tier, das bei eingehender Beschäftigung sehr schnell zahm und zutraulich werden kann, ohne sich dabei jedoch zu verlleren.
Heute ist die Farbratte stammt von der Wanderratte ab und ist ein beliebtes Haustier. Was heute jedoch ein Objekt zum Spielen und Schmusen ist, trug früher als Allesfresser und Nahrungsmittelschädling den Ruf als Überträger von Krankheiten und löste bei Menschen ein immer größeres Ekelgefühl aus.
Schausteller im 20. Jahrhundert nutzen die Angst vor der Wanderratte für sich und lockten so Publikum an, das die Tiere endlich aus der Nähe betrachten konnte, ohne mit ihnen in Berührung zu kommen. Schnell stellte man jedoch fest, dass die Nachfolgergenerationen dieser Ratten immer zahmer wurden. Plötzlich faszinierten diese zuvor verabscheuten Tiere mit ihrer hohen Intelligenz, woraus sich die Kurisositätenschau umwandelte in Bewunderung und Beliebtheit. So entschließen sich bis heute viele Tierliebhaber zur Rattenhaltung.
Dies ist jedoch nicht für jeden geeignet. Bevor man sich eine Ratte als Haustier zulegt, sollte sich über Erährung, ihr Verhalten und Rattenkäfige ausreichend informiert werden. So kann dem Haustier und seinem Halter der Alltag erleichtert und das Leben verschönert werden.
Da Ratten dämmerungs- und nachtaktiv sind, erfreuen sich die kleinen Tiere vorallem bei berufstätigen Besitzern großer Beliebtheit. Dennoch passen sie sich auch an den Tagesrhytmus ihres Halters an und gewöhnen sich schnell an feste Zeiten, in denen man sich mit ihnen beschäftigt. Sie fühlen sich zusammen mit mehreren ihrer Artgenossen am wohlsten. Auch für den Menschen bleibt es interessant, das Spiel im Rudel zu beobachten, wo es ihnen nie langweilig wird. So können sich Ratten in einem artgerechten Käfig gut und gerne den ganzen Tag lang miteinander beschäftigen, um dann bei Gelegenheit den Freilauf zu genießen, den man ihnen als Halter täglich gewähren sollte.
Wem das Beobachten also gefällt und angeknabberte Möbel kein Hindernis in der Tierliebe sind, für den sind Ratten durchaus geeignete Begleiter. Sie freuen sich über viel Zuwendung, Beschäftigung und Nähe, lassen sich aber nicht in ihrem freien Willen einschränken.
Zwar lehnen einige wegen des unangenehmen Geruchs Ratten als Haustiere ab, dieser entsteht jedoch eigentlich nur dann, wenn mit der Reinigung und Hygiene des Käfigs etwas nicht in Ordnung ist. Bei der Auswahl der richtigen Einrichtung für den Käfig und das entsprechende Bemühen um Hygiene, bleibt nur ein leichter Eigengeruch der Ratten.
So steht einem mit genügend Zeit und Zuwendung nichts mehr im Wege, um die kleinen schlauen Begleiter im eigenen Hause zu halten.