Papageien

Papageien als Haustiere

© Christian Maurer - Fotolia.com

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Die meisten der rund 360 Papageienarten mit 700 Unterarten stammen aus Australien, Neu-Guinea und Amerika. Für viele zählen Aras, Kakadus, aber auch viele der anderen Arten zu beliebten Heimvögeln. Papageien jedoch stellen sehr hohe Ansprüche an ihre Besitzer, weshalb die Haltung im eigenen Heim stets gut durchdacht sein sollte. Wichtig ist hierbei vor allem, dass Papageien für ihre Partnertreue bekannt sind. So sollten Papageien auch in der Heimtierhaltung stets mindestens einen Artgenossen haben, der ihnen zur Seite steht. Dem Gerücht, dass die Vögel auf diese Weise nicht zahm werden, braucht keinen Glauben geschenkt zu werden. Mit der richtigen liebevollen Pflege wird auch jedes Papageienpärchen schnell zutraulicher, da sie so ausgeglichen und zufrieden sind. Einsame Vögel zeigen dagegen oftmals Verhaltensströungen. Für kleinere Kinder, zum Kuscheln und Anfassen sind diese Arten deshalb nicht besonders geeignet und könnten sich schnell mit Krallen und Schnäbeln zur Wehr setzen.

Schon bei der Anschaffung gibt es einiges zu beachten, um keine unwürdige Haltung der Tiere zu unterstützen. Die Volieren sollten stets geräumig, sauber und artgerecht eingerichtet sein und auch den Papageien selbst kann man ihren Zustand an Verhalten und Gefieder ansehen. Auch ist es wichtig, dass die Papageien beringt sind, wobei es kein gutes Zeichen für einen Züchter ist, wenn dieser zu viele Arten hält. Dies zeugt meist von einer geringen Fachkenntnis. Wenn man sich hier auch über den Kauf hinaus fachkundig beraten fühlt, ist der nächste Schritt, nach einer schriftlichen Bestätigung über den Gesundheitszustand des Tieres zu fragen. Auch ein Herkunftsnachweis sollte vorliegen.
Spezielle Sonderangebote in Zoogeschäften sollten generell bei einem Handel mit Lebewesen nicht unterstützt werden und deuten zudem oft auf mangelnde Gesundheit hin.

Für die Grundnahrung stehen meist handelsübliches Wellensittich- oder Großsittichfutter bereits, das Samen, Nüsse und Kerne enthält. Natürlich wird auch Obst und Gemüse als Frischfutter benötigt. Loris bilden hier eine Ausnahme, da sie kein Körnerfutter verdauen können.

Das richtige Zuahuse für den Papagei

Papagei, Quelle: Hans-Dieter Buchmann / pixelio.de

Unsere gefiederten Freunde bringen uns Freude, unterhalten uns gern, wenn wir sie beobachten oder gar mit ihnen spielen. Doch ist es gar nicht so einfach das richtige Zuhause für einen Papagei oder Wellensittich zu finden. Reicht ein klassischer Vogelbauer oder ist eine große Vogelvoliere doch besser?

Für größere Vogelarten wie Amazonen, Kaktus und Graupapageien eignen sich Zimmervolieren am besten. Diese lassen ihnen genug Platz, um auch kleine Flüge zu ermöglichen und sich ausreichend zu bewegen, denn sonst können die Papageien schnell dick und auch krank werden. Selbst in kleineren Wohnungen lassen sich originelle Ideen finden, um eine ausreichend große Voliere unter zu bringen. Bei großen Vogelarten sollte die Größe mindestens 2x2m betragen. Für kleinere Vogelarten wie Sittiche reicht eine etwas kleinere Voliere. Sie sollte aber dennoch genug Platz zum Fliegen bieten.

Zu Beginn der Anschaffung des Vogels eignet sich trotzdem vorerst ein Vogelbauer, besonders in den ersten acht bis zwölf Wochen. So können sich die Tiere an die neuen Halter gewöhnen und sind danach zutraulicher. Außerdem kann der Bauer wieder Verwendung finden, wenn der Vogel transportiert werden muss, sei es zum Tierarzt oder zu Freunden, wenn die eigene Urlaubsreise ansteht.

Eine Voliere lässt sich auch ohne große Fachkenntnisse schnell selbst bauen und ist auch bezahlbar. Ein Qualitäts-Vogelgitter kosten pro Quadratmeter im Schnitt 7Euro. Dieser sollte beim Fachmann für Papageien und keinesfalls auf dem Baumarkt gekauft werden, da die Zinknoppen des Baumarkt-Drahtes bei Verschlucken für den Vogel tödlich sein können. Dazu benötigt man noch Aluminiumstangen, um das Gitter zu befestigen. Der Boden kann mit einem Kasten aus Brettern gebaut werden. Buchholzspäne eignet sich gut, um den Boden abzudecken. Heruntergefallene Nahrungsreste und Kleckse der Vögel müssen täglich gereinigt werden, da einige Papageien auch gern im Sand graben. Zeitungspapier unter der Späne vereinfacht das tägliche Wechseln und Entsorgen. Dem Papageien geben dann noch zusätzlich gesammelte Äste, Spielzeug und natürlich die entsprechenden Näpfe ein schönes Zuhause. Die Näpfe sollten den verschiedenen Lebensmitteln zugeordnet sein, zum Beispiel Wasser, Obst/ Gemüse und Trockenfutter. Insgesamt sollte der Bau der Voliere vor der Anschaffung des Vogel geschehen, um genügend Zeit zu haben alles herzurichten. Reinigen lässt sich die Voliere gut mit einem aus dem Tierhandel geeigneten Desinfektionsmittel sowie haushaltsüblichem Essigreiniger.