Die Gelbwangenschildkröte

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Gelbwangenschildkröten kommen aus Nordamerika. Im Süden der USA werden sie gezüchtet und von dort aus exportiert. Die Männchen werden ca. 20 cm groß und die Weibchen ca. 27 cm. Im Sommer bevorzugen sie eine Wassertemperatur von 27°C und im Winter 6°C.
Die Gelbwangenschildkröten sind nicht meldepflichtig und sie stehen auch nicht unter Schutz. Da sie in der Haltung einige Anforderungen stellen, sind sie nicht unbedingt als Anfängertiere geeignet. Es ist sehr wichtig, dass die Schildkröten eine Möglichkeit haben, ihren Winterschlaf zu machen. Dies sollte vor der Anschaffung geklärt sein, denn im schlimmsten Fall eine falsche Überwinterung für die Gelbwangenschildkröte tödlich enden.
Für die Schildkröten sollte am besten ein Paludarium eingerichtet werden. Dies ist eine Mischung aus einem Terrarium und Aquarium, da die Tiere die meiste Zeit im Wasser verbringen. Im Sommer kann die Schildkröte auch im Garten gehalten werden. Dort sollte sie an einem sonnigen Platz sein und die Möglichkeit haben, schnell ins Wasser zu kommen. Wenn sie an einem Teich gehalten wird, sollte darauf geachtet werden, dass ein Zaun von ca. 40 cm Höhe errichtet wird, damit sie nicht weglaufen kann.
Als Jungtiere ernähren sie sich sowohl fleischlich als auch pflanzlich. Im zunehmenden Alter frisst sie jedoch fast nur noch Pflanzliches. Beim Fleischlichen sollte die tägliche Menge ungefähr soviel sein, wie der Kopf der Schildkröte groß ist. Zur Fütterung eignen sich Futterinsekten, Fisch und Meeresfrüchte. Niemals sollte Hackfleisch, Hunde- oder Katzenfutter verfüttert werden. Als vegetarische Kost sollten Wasserpflanzen genommen werden. Diese können leider nicht im Paludarium angepflanzt werden, da die Schildkröte sie sofort zerstören würde. Eine Alternative zu Wasserpflanzen stellen Salatblätter dar.
Ein Haltungsproblem könnte bei unerfahrenen Haltern das schnelle Wachstum in den ersten Jahren sein. Als Anhaltspunkt sagt man, dass eine Gelbwangenschildkröte nach einem Jahr etwa 5 cm groß sein sollte. Wenn sie größer ist, kann dies ein Zeichen für eine falsche Haltung sein.
Hinweise für Terrarien

Terrarium, Foto: david fourer_flickr
Die Haltung von Reptilien hat sich zu einem neuen Trend zumindest in Deutschland entwickelt. Kaum ein Fan informiert sich jedoch ausreichend über das exotische Leben und die Bedürfnisse der Reptilien, was oft zum Tod der Exoten führt. Bei dem Vorhaben sich ein Reptil wie eine Schlange, Schildkröte oder beispielsweise eine Echse sollte man sich daher ausführlich über die Lebensart der Tiere beschäftigen.
Ein spontaner Kauf ohne Vorwissen geht meistens schief. Einfacher haben es natürlich Liebhaber, die sich mit Reptilien-Haltung auskennen und bereits einige Erfahrungen mit anderen Terrarien-Tieren gesammelt haben. Trotzdem wichtig ist es, sich mit dem Tier vorher zu beschäftigen. Dabei sollte man nicht nur in die vorhandene Literatur reingucken, sondern auch sich von Experten und anderen Haltern beraten lassen. Im Internet sind mittlerweile viele Internetseiten vorhanden, die neben Diskussionsforen auch Kontakte anbieten. Am besten ist es, sich so viele Informationen wie möglich einzuholen.
Wenn Sie zum ersten Mal ein Reptil kaufen möchten, sollten sich selbst und dem Tier zu Liebe ein verhältnismäßig robustes Reptil kaufen. Denn diese sterben Ihnen nicht gleich weg und kommen über Anfängerfehler leicht hinweg. Trotzdem kaufen Sie natürlich nur ein Tier, was Ihnen gefällt und über welches Sie sich erfreuen können, dies zu pflegen. Falls Sie beispielsweise Echsen im Kopf hatten, so eignen sich Bartagamen oder Leopardgeckos sehr gut. Bei einem Kauf eines Reptils sollte dennoch nicht nur an das Reptil gedacht werden, sondern die für ihn benötigen Terrarium-Größe, Beleuchtung, Terrarium-Einrichtung, Ernährung, Wärme, Luftfeuchtigkeit, etc. beachtet werden. Mindestanforderung müssen Sie erfüllen!
Wenn Sie ein Reptil kaufen, kaufen Sie sich gleich mehrere Tiere. Denn viele benötigen lebendes Futter in Form von unterschiedlichen Insekten wie Grillen, Heimchen, Heuschrecken usw. Bei Schlangen sind es sogar Säugetiere wie Mäuse und Ratten, die verfüttert werden müssen.