Chinchillas

Die Haltung von Wüstenrennmäusen

Wüstenrennmäuse, Foto: zedgekk0_flickr

Wüstenrennmäuse stammen ursprünglich aus der Mongolei und China. Auch als „Mongolische Rennmaus“ bekannt, wurden die flinken Tierchen seit 1935 gezielt in Japan gezüchtet, wovon noch alle heutigen Rennmäuse abstammen. In den 50er Jahren kamen die sozial veranlagten Wüstenrennmäuse dann auch in die USA und nach Europa.

Wer eine bei sich zu Hause halten will, sollte das mindestens paarweise oder in Gruppen tun. Die beliebten Nager sind vor allem im Zoogeschäft für schon 10 Euro erhältlich. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, ob der Käfig, in denen die Tiere gehalten werden, groß genug ist und sich nicht zu viele von ihnen darin befinden. Um die Gruppe nicht ungewollt zu vergrößern, sind Männchen und Weibchen getrennt zu halten und auch auf Sauberkeit im Käfig sowie Rückzugsmöglichkeiten und stets frisches Wasser und Futter, ist zu achten. Schaut man sich eine Wüstenrennmaus genauer an, ist auch zu erkennen, ob sie einen lebendigen, gesunden Eindruck macht oder ängstlich und gar apathisch wirkt.

Der Weg zum Züchter ist nur dann gefragt, wenn nach einer seltenen Art gesucht wird.

Meist schon zutraulich und auch tierärztlich versorgt, sind Wüstenrennmäuse, die im Tierheim auf einen Besitzer warten. Dort und auf Tierschutzseiten sollte man sich ruhig erkundigen und einigen Tieren ein nettes neues Zuhause geben.

Halten kann man die lebendigen Flitzer sowohl im Käfig als auch im Aquarium, wo kein Schmutz herausgeschleudert werden kann, was der größte Kostenpunkt ist, will man sich Wüstenrennmäuse nach Hause holen. In jedem Falle ist genügend Platz notwendig, etwa 70 cm x 50 cm für zwei bis drei Wüstenrennmäuse. Zwei Käfige mit einem Rohr verbunden und viel Streu, geben die Möglichkeit ihrem Trieb nach Graben und viel Bewegung nachzugehen, am liebsten tun sie das in einer Schale mit Vogel- oder Chinchilla-Sand. Taschentuchfetzen sind dabei für ihren Nestbau geeignet. Kleine Plattformen und Steine ermöglichen das Klettern. Der Käfig für die nachtaktiven Mäuse, sollte dabei stets in einem eher ruhigen Raum, mit immer mal wieder einkehrendem Leben stehen. Einmal pro Woche sollte er gereinigt werden.

Beschäftigen können sie sich innerhalb ihrer Gruppe, aber freuen sich natürlich auch über etwas Auslauf unter Aufsicht. Doch Vorsicht, Wüstenrennmäuse sind sehr flink und knabbern alles an, was ihnen in die Quere kommt. Abgrenzungen aus Holz können dazu ganz einfach genutzt werden, um nicht den Überblick zu verlieren.

Schmusetiere sind Wüstenrennmäuse also sichtlich nicht und eher für ältere Kinder geeignet. So können die Bedürfnisse der Tiere besser erkannt werden und der Zeitaufwand für Einrichten und Zähmen, bereiten Freude.

Chinchillas als Haustiere: ein Überblick

Chinchilla, Foto: Jörn / pixelio.de

Viele Menschen vergleichen Chinchillas mit Ratten oder großen Mäusen, doch dieser Vergleich ist weit gefehlt. Bei artgerechter Haltung können die Nager bis zu 22 Jahre alt werden. Da sie Gruppentiere sind, sollten sie immer mindestens zu zweit gehalten werden. Als Kuschel-und Spieltiere eignen sie sich jedoch nicht, da sie nachtaktiv sind und tagsüber in Ruhe schlafen müssen. Das Wohnzimmer ist deshalb kein guter Ort für die Chinchillas.

Um den Nagern ein aufregendes Leben zu ermöglichen und sie nie zur Langeweile kommen zu lassen, brauchen sie viel Auslauf und ausreichend Beschäftigung. Die Voliere muss sehr groß sein und viele Möglichkeiten zum Springen und Klettern bieten.

Für Allergiker gilt: Chinchillahaare sind sehr fein, deshalb droht Allergiegefahr.

Wer sich stubenreine Haustiere wünscht, sollte sich von Chinchillas fern halten, denn die machen den ganzen Tag sehr viel Dreck. Um ihr Fell zu reinigen, benötigen die kleinen Nager ein Sandbad, dass mit Seitenschutz versehen sein muss, da sich sonst der ganze Sand im Raum verteilt.

Beim Futter muss konsequent geblieben werden. Chinchillas brauchen eine strenge Diät und dürfen nur selten Frischfutter fressen oder Leckereien bekommen.

Kinder und Chinchillas sind tendenziell keine schlechte Idee, allerdings sollten den Kindern einige Regeln vorgeschrieben werden.