Katzen

So deuten sie das Verhalten ihres Kätzchen richtig

© Dixi_ - Fotolia.com

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Katzen werden oft als sehr eigensinnige und stolze Tiere beschrieben. Doch sie sind auch sehr sensibel und können selbst auf kleine Veränderungen in ihrem Umfeld negativ reagieren und von Stress krank werden. Vor allem Dauerstress, verursacht viele typische Erkrankungen und Gesundheitsprobleme bei Katzen, beispielsweise Durchfall, Hautprobleme, Unsauberkeit oder auch Aggression, Hyperaktivität, Angststörungen und Lethargie.

Auffällig werden die Katzen wenn sie immer mehr abmagern und ruheloser werden oder sich auch öfter als normal putzen und dabei teilweise Körperteile bis zur Kahlheit lecken. Außerdem besorgend ist es, wenn die Katze ihren Rhythmus und Tagesablauf verändert, ständig alarmbereit wirkt und sich oft vor den Besitzenden zurück zieht und ein eingeschränktes Spielverhalten zeigt oder auch übermäßigen Kontakt sucht.

Dies sind Hinweise darauf, dass die Katze in einem ständig gestressten Zustand lebt. Dann brauchen sie unbedingt Hilfe, denn bei übermäßigem Ausschütten von Cortisol, dem Stresshormon, verändert sich der Stoffwechsel der Katze und sie ist besonders anfällig für Krankheiten. Experten meinen, dass der Stress der Katzen meist durch die Menschen verschuldet ist. Oft werden die Tiere in ihren natürlichen Bedürfnissen zu sehr eingeschränkt.

Generell braucht eine Katze genügend Platz in einer Wohnung und auch einen Rückzugsbereich. Optimal ist es, wenn die Katze auch nach draußen kann, dann erweitert sich ihr Aktionsradius und auch ihr Beschäftigungsfeld. Mehrere Katzen auf engem Raum führt wahrscheinlich zu Dauerstress unter ihnen. Bei besonders sensiblen Katzen kann auch Streit unter den Menschen im Haushalt zu Depressionen und anderen Gesundheitsproblemem führen. Man sollte also den Lebensraum der Katze genau untersuchen und bei Auffälligkeiten sofort etwas unternehmen. 

Die Katzenminze

Katze © hosphotos - Fotolia.com

Katze © hosphotos - Fotolia.com

seiner Katze etwas Gutes tun will, sollte sich Katzenminze (Nepeta cataria) zulegen. Das Gewächs zählt zu der Familie der Lippenblütler und riecht angenehm herb, zitronig und erinnert an Pfefferminze. Die Pflanze ist in Südeuropa, Asien und Südafrika heimisch und blüht von Juli bis September weiß und hellblau. Man kann sie im Blumentopf selber züchten, das ist jedoch nicht so einfach. Sie wurzelt nur langsam an und kann erst ab einer Stängellänge von ca. 45 cm geerntet werden. Man kann sie aber auch in getrockneter Form im Reformhaus oder bei Fressnapf kaufen. Katzenminze sollte luftdicht aufbewahrt werden, da sie ätherische Öle enthält, die sonst sehr schnell verdampfen.

Die Wirkung der Pflanze ist für die meisten Katzen betörend und euphorisierend, sie zieht vor allem geschlechtsreife Katzen an. Junge Kätzchen und ältere Katzen zeigen nur geringes Interesse an ihrem Duft, daher kann man davon ausgehen, dass dieser einem Geruch ähnelt, der beim Paarungsritual der Katzen abgesondert wird. Außerdem hat sie eine beruhigende Wirkung auf nervöse Katzen, deshalb ist es empfehlenswert, zum Beispiel Spielzeug oder Kratzbaum mit der Minze zu “würzen”. Der Stoff Nepetalacton wirkt nämlich auf das Nervensystem der Tiere. Manche Katzen äußern ihre “Sucht nach der Droge” allerdings durch spontane Wutausbrüche oder Schwanzbeissen. Diese berauschende Wirkung kann man ausnutzen. Wenn man der Katze Spielzeug bietet, das mit pulverisierter Katzenminze vorbehandelt wurde, steigert das ihr Interesse daran und somit die Aktivität, was der Gesundheit und dem Wohlbefinden des Tieres zuträglich ist. Vorbehandelte Produkte tragen die Aufschrift “catnip”, der englischen Bezeichnung für die Pflanze. Wer ganz geschickt ist, kann damit seine widerspenstige Katze auch problemlos in die Transportbox locken.

Kastration bei Katzen

Die Kastration bei Katzen ist ein schwieriges Thema, viele Besitzer argumentieren mit dem Grundsatz das die Katze ein freilebendes Tier ist und auch so leben sollte doch sie wissen häufig nicht welcher Gefahr sie das Tier dabei aussetzen. Wenn Katzen rollig sind, sind sie einer großen hormonellen Belastung ausgesetzt die bei Haushaltung bis zu einer “hormonelle Vergiftung” führten kann. Wenn man die Katze hingegen decken lässt, verkürzt man automatisch die Lebenserwartung des Tieres und die Gefahr für gesundheitliche Schäden durch Deformationen der Gebärmutter. Außerdem ist bei Freigängern die Gefahr, dass sie auf der Partnersuche weite Strecken zurücklegen und wie so viele Katzen dabei unter den Rädern landen. Bei Geschlechtsverkehr können Katzen sich außerdem gefährliche und sogar tödliche Krankheiten wie das FIV-Virus (=Katzenaids) oder FeLV (=Leukose) bekommen. Deshalb ist die bessere Lösung: Kastration, und zwar früh!

Katzen, Quelle: Uschi Pawlak / pixelio.de

Die Vorteile sind unübersehbar: Die Katze zeigt keine Rolligkeitssymptome und ist somit ausgeglichener und weniger aggressiv im Umgang. Auch die übel riechenden Markierungen die während dieser Zeit gesetzt werden entfallen. Die Katzen haben ein geringeres Bedürfnis zu streunen und sind stärker menschenbezogen.

Durch den fehlenden Geschlechtsverkehr ist außerdem kaum ein Risiko hormoneller Erkrankungen wie Zysten, Gesäugetumore oder Gebärmutterentzündung bei der weiblichen Katze oder Prostatakrebs beim Kater zu erwarten. Das Risiko an der Infektion mit FeLV (= Leukose) oder
FIV (= Katzenaids) durch den Wegfall von Paarungsbissen und Katerkämpfen zu sterben, minimiert sich. Und letztendlich gibt es eine doppelt so hohe Lebenserwartung für kastrierte Katzen und das sollte wohl auch das beste Argument für jeden Besitzer sein.

Worauf bei einem Kratzbaum geachtet werden sollte

Kratzbaum, Quelle: Betty / pixelio.de

Wer eine Katze als Haustier sollte ihr einen der schönsten Gegenstände zum Spielen, Wohlfühlen und Verweilen schenken. Katzen lieben Kratzbäume und außerdem sind sie wichtig für die Abnutzung ihrer Krallen. Auch Tierärzte empfehlen in jedem Fall seinem Liebling einen solchen Gefallen zu tun.

Doch beim Kauf sollte auf die Bedürfnisse der Tiere eingegangen werden. Wichtig ist vor allem das Material. Es ist immer gut auf natürliche Materialien zurück zu greifen da dass besonders schonend für die Tiere ist. Allerdings gibt es auch hier Unterschiede. Tierarzte warnen beispielsweise immer wieder vor dem Kauf von Kratzbäumen die mit Sisal umhuellt sind. Dieses Material ist sehr ungeeignet, da es kleine Lücken an der Oberfläche hat und die Krallen der Katzen sich darin verhaken können. Das kann verheerende Folgen haben und den Tieren schmerzhafte Verletzungen zuführen.  Deswegen sind Materialien mit vertikalen Rillenstrukturen besser geeignet. Auch Teppichfasern aus Naturstoffen sind eine gute Alternative.

Wichtig ist dass der Kratzbaum gut platziert ist. Immerhin soll er von den Katzen angenommen werden, und diese wollen es ja auch schoen haben. Ein kleines sonniges Plätzchen am Fenster ist genau der richtige Standort. Das ermöglicht es den Katzen auch nach draußen zu schauen und sich dabei entspannen zu können. Wer seinen Haustieren einen richtigen Abenteuerpark bieten will sollte auf echtes Holz für den Kratzbaum zurück greifen. Das ist viel stabiler als die günstigen Plastikstämme.

Wer seine Tiere kennt und weiß dass sie gerne mal etwas heftiger spielen dem ist zu empfehlen den Kratzbaum oben in der Decke zu verschrauben. Das sorgt für mehr Halt beim Toben und verhindert das Umfallen und somit eventuell schlimmere Unfälle.

Wichtig ist den Katzen auf dem Kratz- und Kletterbaum auch ausrechend Ruheflächen einzurichten. Sie sollen den Baum als ihren Platz annehmen und zur Ruhe kommen können.

Gesunde Ernährung für Katzen

Katzen, Foto: Gabriela Prokop / pixelio.de

Wer sich einen Stubentiger zulegen will muss so einiges beachten. Das Futter ist logischerweise besonders wichtig. Zu wissen, dass Katzen Fleisch und Fisch essen reicht nicht. Außerdem ist es wichtig ein paar Kriterien im Hinterkopf zu behalten, wenn man im Laden vor der Qual der Katzenfutterwahl steht.

Zunächst einmal gibt es Trocken- und Nassfutter. Letzteres gibt es zumeist in Dosen, kleinen Schälchen oder Plastick-Päckchen. Trockenfutter gibt’s meist in Kartons oder wiederverschließbaren Plastik-Säcken. Der Vorteil des Nassfutters liegt in der hohen Feuchtigkeit, die den Tagesbedarf den die Katze an Wasser hat, weitestgehend abdeckt. Andererseits haben Katzen beim Trockenfutter ordentlich was zu kauen, was gut für die Zähne ist, damit es keinen Zahnstein gibt. Trockenfutter bleibt außerdem länger frisch.

Jedoch sollte bei dieser Art der Ernährung darauf geachtet werden, unserem Freund auf vier Pfoten genügend Wasser zur Verfügung zu stellen. Vor allem bei kastrierten Katern gibt es oftmals einen Zusammenhang von Harnwegserkrankungen und Feuchtigkeitsmangel durch Trockenfutter. Zwischen beiden Futtersorten zu wechseln ist also ratsam. Eine Woche Trocken- und eine Woche Nassfutter zum Beispiel ist ideal. Weiter kann man mit Premium-Futter nichts falsch machen. Zwar ist es etwas teurer, hat aber eine hohe Energiedichte, sodass man weniger davon füttern muss.